Willkommen Wanderer

beschwerlich ist der Weg dieser Tage, will man nach Dros Rock gelangen. Das kleine Land im Herzen der Mittellande, um das sich so viele Geschichten und Legenden ranken. Doch nimmt man die Reise auf sich und erklimmt die Pfade über zerklüftete Berglandschaften, so erlangt man einen Blick auf dunkle Wälder, welche Hügel und Täler überziehen. Dunstschwaden steigen aus dem dichten Grün empor, wie die Finger von Geistern aus längst vergangener Zeit.

Der Pfad, einst wohl mal eine steinerne Straße, führt einen tiefer hinab unter die endlosen Blätterdächer. Einzelne Sonnenstrahlen finden ihren Weg hindurch und lassen die lichten Stellen freundlicher und die Schatten umso düsterer wirken. Trolle soll es hier geben und riesige Spinnen. Auch von Drachen hat man schon gehört, doch das ist sicher nur eine Lagerfeuergeschichte, oder doch nicht?

 

Ruinen tauchen am Wegesrand auf. Zeugnisse längst vergangener Zeiten und Schlachten. Unter einem entwurzelten Baum liegt eine Erdspalte. Ein dunkles, halb zugeranktes Loch. Vielleicht der Bau eines großen Tieres, vielleicht aber auch ein Eingang ins Unterreich. Von Tunneln hört man oft in den Geschichten. Ganz Dros Rock soll von ihnen durchzogen sein. Sie reichen bis tief hinab zu den Städten der schwarzen Elben, welche des Nachts zum Jagen die Oberfläche heimsuchen. Ja, vor über einem Jahrzehnt ergossen sie sich wie eine schwarze Flut aus ihren Tunneln. Zu Hunderten kamen sie und zerstörten und töteten alles und jeden. Lange lag das Land in Dunkelheit. Nein, das Reisen soll hier auf keinen Fall sicher sein.

 

Halte besser das Schwert bereit wenn du der alten Straße durch das Zwielicht alter Bäume und Steine folgst. Von Krieg ist die Rede in den Tavernen der umliegenden Länder. Doch der gefahrvolle Weg ist nicht umsonst. Im Norden des Landes soll wieder Ordnung herrschen und eine gerechte Hand. Der goldene Drachenkopf weht stolz über den Befestigungen und der Burg, welche tapfer den Kriegern dunkler Kulte sowie jedwedem Übel trotzen.
Warme Herdfeuer und gute Menschen erwarten jeden, der die Reise wagt, und kein Wanderer wurde je der Pforte verwiesen. Weder auf den Höfen noch in der Halle des Jarl.


Wenn auch die Zeiten düster sind, so brennt das Licht der Herrin umso heller in unseren Herzen.