Geschichte Aredroques

Dros Aredrien

 

Aus den Aufzeichnungen von Wendyl:

 

Nach eingehenden Studien alter Dokumente, Chroniken und Bücher habe ich folgende Informationen

zusammengetragen. In der Überzeugung sie ansonsten dem Vergessen anheimfallen zu lassen, habe

ich sie hier niedergeschrieben, um dieses Wissen für die Nachwelt zu bewahren.

 

 

Von Aredroque

 

- Eine Beschreibung des vergangenen Landes -

 

 

 

Das Land Aredroque lag einst im Norden der Mittellande, direkt an der Sturmsee. Aredroques

östliche Nachbarländer waren Iskalien und Tirranon. Im Süden grenzte Aredroque an Harnac, Aranien, Burgund, Brabant und Flandern. Der Nachbar im Westen war Phönixwater und im Norden gab es Grenzen zu Akron und Alba.

 

Aredroque bestand aus den drei Landesteilen Ost Aredroque, Mentarien und ehemals West Aredroque. Diese 3 Landesteile teilten sich wiederum in verschiedene Provinzen auf.

 

Aredroque war ein Herzogtum und wurde von der Herzogsfamilie von Falkenstein regiert.

Unterstützt wurde sie dabei von den jeweiligen Gouverneuren der Provinzen. Diese Gouverneure waren für die nicht Lehens bezogenen Verwaltungsaufgaben einer Provinz und für die Verwaltung der nicht vergeben Lehen zuständig. Bei besonders wichtigen Entscheidungen, berief der Herzog den Kriegsherren Tag ein. Dort hatte sich ein jeder Kriegsherr einzufinden, um über die Zukunft des Landes zu bestimmen. Ein jeder, der ein Lehen in Aredroque bekam, erhielt den Titel Kriegsherr. Egal ob männlich oder weiblich.

 

Aredroque selbst bestand aus drei Landesteilen, wobei die diese sich sehr unterschieden. Ost Aredroque war aus Teilen des ehemaligen Herzogtums Cromwell entstanden. Daher war dort das Feudalsystem am weitesten ausgeprägt. Mentarien war das Gegenstück zu Ost Aredroque. Das Land war geprägt durch Volksstämme die keinen Erb-Adel kennen. Angeführt wurden sie durch einen, der aus ihren Reihen bestimmt wurde. Dieser war jedoch in seiner Stellung nicht höher, als die Leute seines Stammes. In West Aredroque, hervorgegangen aus dem ehemaligen dunklen Land Aredrog, wurde später das Feudalsystem etabliert. Jedoch bedingt durch die Jahrhunderte der Knechtschaft durch das Böse, traten hier und da noch alte Strukturen auf, die geprägt waren vom Recht des Stärkeren.

 

Es gab vier anerkannte Hauptreligionen/Götter in Aredroque. Tempus, Gott des Krieges, den Gott der

Vergeltung und der Gerechtigkeit Ultor, Ordo Elementum und in Mentarien der verbreitete Kult der Dornen (hierzu können uns die Asfalonen bestimmt mehr Aufschluss geben). Alle anderen Glaubensrichtungen, sofern sie nicht der Dunkelheit folgen, durften praktiziert werden. Jedoch bedurfte es für öffentliche Gottesdienste einer eingehenden Prüfung durch den Rat des Glaubens. Dieser Rat entschied ob ein Kult anerkannt, verboten oder nur geduldet wurde.

 

Magie gab es in jeglicher Form der Magie, wobei auf das Praktizieren von Nekromantie, und dunkler

Magie und das Paktieren mit Dämonen, der Tod stand. Überwacht wurde dieses von der Thargest-Earalas-Akademie und dem Ultorianschen Ordens. Ein jeder Magier der nicht Bürger von Aredroque war, hatte sich bei Überschreiten der Grenze bei der Akademie zu melden. Dort erhielt er eine Bestätigung, auf der vermerkt wurde, welcher Art seine Magie ist und welche Sprüche er wirken durfte. Verstöße wurden streng geahndet.

 

Der größte Anteil der Bevölkerung von Aredroque waren Menschen, danach kamen Elfen deren Anteil gemessen an der Zahl der Menschen, nicht sehr hoch war. Vorwiegend in West Aredroque gab es aber noch eine Zwergenkolonie. Alle anderen Rassen, sofern sie keine Kreaturen des Chaos waren, waren in kleinen Teilen vorhanden. Ein Großteil der Bevölkerung war Bauern, Tagelöhner und Soldaten. Den Mittelstand bildeten Handwerkern und Kaufleuten und den kleinsten Teil der Bevölkerung bildeten der Adel und der Klerus.

 

Das Grundgerüst des Heeres, bildeten die Regimenter der Provinzen, die in Friedenszeiten den jeweil

igen Gouverneur unterstellt waren und im Kriegsfall dem Heerführer. Zusätzlich konnten in Krisenzeiten noch Milizen und irreguläre Truppen ausgehoben werden. Die Falkengarde war die Leibwache des Herzogs und ihm direkt unterstellt. Für die Sicherung der Küste und des Seehandels

war die Marine mit ihren Schiffen und den Seesoldaten zuständig.

 

In früheren Zeiten wurde noch mit bretonischen Münzen gehandelt, jedoch sollten diese Münzen

später durch eine neue Währung ersetzt werden.

 

Aredroque unterhielt viele Handelsbeziehungen, die sich quer durch die Mittellande zogen.

Dabei wurden folgende Haupterzeugnisse aus den Landesteilen exportiert:

West Aredroque: Erze, Stahl und Waffen

Mentarien: Landwirtschaftserzeugnisse, Bodenschätze

Ost Aredroque: Landwirtschaftserzeugnisse

 

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Folgenden Text fand ich in den Archiven der bretonischen Chronisten. Trotz der Schwierigkeit einer

richtigen Übersetzung und den vielen verklausulierten Huldigungen (welche ich ausgelassen habe)

meine ich eine passable Wiedergabe der Geschichte zusammengestellt zu haben.

 

 

Historie

Die Geschichte des heutigen Aredroque führt zurück auf das Jahr 1199 (bretonischer Zeitrechnung). Damals zogen 5 Länder unter dem Banner des bretonischen Fürsten gegen, die Bedrohung der West Mittellanden, das Land Aredrog. Nach Tagen des Schmerzes, des Kampfes und der Entbehrung konnte das Land komplett aus den Klauen des Bösen befreit werden. Teile Aredrogs wurden an Akron und die Phönix-Company abgegeben. Das verbliebene Aredrog bildet die damalige bretonische Markgrafschaft Aredroque.

 

Im Jahr 1200 (bretonischer Zeitrechnung) wurde eine Expedition unter der Fahne des bretonischen Ritters Falk v. Falkenstein in die unerschlossenen Gebiete östlich von Mentarien gesandt. Die Expedition stieß tief in den Osten vor. Wie sich herausstellte, wurden dieses Land ehemals von dem

Herrschergeschlecht derer von Cromwell regiert. Dieses Herzogtum zerbrach vor Jahren in viele

kleine Ländereien. Diese Ländereien konnten nach Verhandlungen überzeugt werden, sich dem

bretonischen Reich anzuschließen. Drei der ehemaligen 4 Provinzen (Ruffebold, Habebald und Eilebeut) bilden das später Bretonia Nova und die vierte und größte Provinz Donegal, wurde im Jahre

1201 (bretonischer Zeitrechnung) zu Ost Aredroque.

 

Im Januar des Jahres 1201 (bretonischer Zeitrechnung) wurde Falk v. Falkenstein in den Stand des

Markgrafen von Aredroque erhoben. Der bretonische Fürst dankte dem Markgrafen für seine Verdienste während des Heerzuges gegen Aredroque und für die Führung der Expedition nach Bretonia Nova. Aufgrund der angespannten Versorgungslage, wurde dem Lehen noch die Provinz Donegal (Bretonia Nova) als Ost Aredroque zugesprochen.

 

Im Jahre 1203 begab es sich, dass in der Reichsmarkgrafschaft Mentarien das Chaos Einzug hielt. Während der rechtmäßige Herzog Mentariens im Süden gegen Balgwandler kämpfte, zog im Norden

Mentariens eine Gefahr auf, die selbst Aredroque bedrohte. Ein Usurpator namens Sigurd vom Stamm der Gerander begehrte gegen Recht, Ordnung und Licht auf, um im Namen von finsteren Göttern ein neues Dunkles Reich im Norden der Mittellande zu errichten. Geeint unter dem Banner des Markgrafen von Aredroque stellten sich die Truppen aus Aredroque, Kaotien, Solania, Drakenstein und dem Bretonischen Reichsverband dem Feind und besiegten ihn im September des Jahres vernichtend. In Übereinstimmung mit den Mentarischen Heerleuten übergab der Herzog Siegfried den Norden Mentariens an Aredroque. Der Süden blieb in der eigenständigen Verwaltung der Mentarier und wird Warien genannt.

 

Der Oktober des Jahres 1203 brachte der Markgrafschaft Aredroque die Unabhängigkeit. Der bretonische Fürst entließ das Land auf dem House of Lords, unter der Herrschaft des Markgrafen von

Aredroque, in die Autonomie. Das ehemalige Bretonia Nova wurde Aredroque zugesprochen, jedoch

entschied der bretonische Fürst, dass West Aredroque an Akron gehen solle. Diese Entscheidung führte zu einem Konflikt zwischen Akron und Aredroque, da Aredroque den Anspruch auf West Aredroque nicht aufgegeben hatte. Dieser Konflikt gipfelte in einerSchlacht, die Aredroque trotz aller ihm zu Verfügung stehenden Kräfte verlor und so gehört West Aredroque bis heute zu Arkon.

 

 

Zeitrechnung

 

Ehemals wurde die bretonische Zeitrechnung in Aredroque angewandet. Jedoch seit dem das Land

unabhängig geworden ist, wird eine neue Zeitrechnung benutzt. Das Jahr 0 ist das Jahr in dem die

Allianz des Lichtes, das Land Aredrog befreite. Dieses war nach alter Zeitrechnung das Jahr 1199, so

dass wir jetzt das Jahr 18 ndB (nach der Befreiung) haben.

 

 

Besonderheiten

 

Die vorherigen Bewohner Mentariens haben sich in den Süden von Aredroque zurückgezogen. Dieses

Landstück ist vollkommen autonom vom dem übrigen Herzogtum Aredroque.

 

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Nun folgende Texte waren weit schwerer zu beschaffen, musste ich hierfür doch eigens in den Überresten der Burgarchive Aredriens suchen, zu welchen in diesen Zeiten schwer Zugang zu bekommen ist.

 

 

Über Dros Aredrien

 

Wie in den obigen Texten zu ersehen gehörte der Landstrich, welchen wir heute Dros Aredrien nennen, nicht immer zu Aredroque und schon gar nicht zu Aredroq, jenem dunklen Reich von welchem in den

Chroniken zu lesen ist.

 

Im Jahr 1200 (bretonischer Zeitrechnung) wurde eine Expedition unter der Fahne des bretonischen Ritters Falk v. Falkenstein in die unerschlossenen Gebiete östlich von Mentarien gesandt. Die Expedition stieß tief in den Osten vor. Wie sich herausstellte, wurden dieses Land ehemals von dem Herrschergeschlecht derer von Cromwell regiert. Dieses Herzogtum zerbrach vor Jahren in viele kleine Ländereien. Diese Ländereien konnten nach Verhandlungen überzeugt werden, sich dem bretonischen Reich anzuschließen. Drei der ehemaligen 4 Provinzen (Ruffebold, Habebald und Eilebeut) bilden das später Bretonia Nova und die vierte und größte Provinz Donegal, wurde im Jahre 1201 (bretonischer Zeitrechnung) zu Ost Aredroque.

 

Im Jahr 1200 (80 nach Mithal) trafen die Bretonen bei ihrer Expedition also auf die Überreste des zerbrochenen Herzogtums Cromwell. Die größte der vier Provinzen wurde im Jahre 1201 (81 n. M.) zu Ost Aredroque. Nach den Studien vieler Karten lässt sich darauf schließen, dass dieser Landesteil das jetzige Dros Aredrien wie auch große Teile des heute von Zarorien annektierten Gebietes beinhaltet.

Durch eine geschickte Heiratspolitik ging das Haus Donegal, welches die Provinz Ost Aredroque bis

dahin verwaltete, im Jahre 1203 (83 n. M.) fast vollständig in der Familie von Aredrien auf, welche das

Land zwischen den beiden Flüssen Weyer und Adoun verwaltete. Malo von Donegal führte von nun

an nur noch nominell die Geschäfte der östlichen Provinz, wohingegen die Macht in den Händen von

Amund von Aredrien lag, seinem Eidmann, welcher seinen Sohn Edesthan mit Malos Tochter Nolwenn von Donegal vermählt hatte.

 

Der schon sehr betagte Graf Malo verstarb im Jahr 1206 (86 n. M.) und Amund von Aredrien stand zur

Nachfolge bereit. Seine Frau erlag allerdings ein Jahr später an einer Krankheit und als gebrochener

Mann zog dieser sich auf seine Ländereien zurück und überließ seinem Sohn Edesthan von Aredrien, dem Ehemann und neuen Grafen die Regierungsgeschäfte.

 

So führte der neue Graf Edesthan von Aredrien die Geschicke der Provinz Ost Aredroque. Tatsächlich

erstreckte sich das Wirkungsgebiet derer von Aredrien von alters her stark auf das Zweiflussland.

Traditionell sind sie schon immer eher als ein eigenes Völkchen zu betrachten welches sich von den

anderen Regionen der Ost-Provinz abgrenzt. Selbst als Religion hat sich hier im Kern der Glauben an

die gehörnte Herrin Yddrasaye gehalten. Auch wenn sich der Herrschaftsbereich nun deutlich nach

Westen über den Weyer hinaus erstreckte, so war es doch mehr eine Verwaltungsaufgabe. Der große

Fluss Weyer, über den zwar auch Handel getrieben wurde hat die Kulturen weitestgehend voneinander getrennt und es hätte wohl einiger Generationen bedarft, die Familien der Ostprovinz näher zusammenrücken zu lassen. Das es dazu nicht kam berichten uns die Chronisten des Jarls von

Dros Rock.

 

Im Jahre 95 n. M. (1215 b. Z.) geschah das große Unglück. Der Drei-Länder Krieg brach aus und burgundische wie auch zarorische Truppen stürmten über die Grenzen des Landes. Doch davon soll

hier nicht weiter berichtet werden, da es das Ausmaß des ganzen sprengen und vom eigentlichen Thema nur abzulenken vermag.

 

Um den folgenden Text, oder besser den Anfang genau zu verstehen, sehe ich mich genötigt hier einmal darzulegen wie es mit dem Haus Aredriens und dem der Borunds gestellt ist. Da die damalige  Zeitrechnung aus dem Herzogtum Cromwell sich nicht eindeutig auf die bretonische zurückführen läßt, nutze ich zum besseren Verständnis des Leser s die Dros Rocker Zeitrechnung.

 

Ein Vasall des Hauses Cromwell war der Ritter Iven von Wolfenfels. Er hatte kleinere Besitzungen im

Zweiflussland und unterstand dem Haus Donegal im Heeresschild. Einem schon lange anhaltenden

Familienzwist war es wohl geschuldet, dass der Herr von Wolfenfels nicht genug Geld aufbringen konnte um seine Ländereien zu halten und es drohte ihm der Verkauf seines Hab und Gutes. In Raik von Aredrien fand dieser schließlich einen Verbündeten. Der Herr Raik hatte nur eine Tochter als

Nachkommen und auch wenn sie der rechtmäßige Erbe war, so wusste ihr Vater das sie es nicht leicht haben würde und so wurde der Handel geschlossen. Er gab seine Tochter Feikje (die Großmutter des heutigen Grafen Edesthan) dem Herrn Iven zur Frau. Als Bedingung wurde vertraglich festgehalten, dass dieser in die Familie von Aredrien einheiratete und so den Namen weiterführte.

 

Nur wenige Jahre später gab Herr Iven von Aredrien die Hand seiner Schwester Elsa von Wolfenfels dem Baron Durcan von Grontenfels aus Dros Rock, welcher der Urgroßvater des Jarls Laertes Borund

ist.

 

Im folgenden sei ein Bericht des Feldzuges aus den Chroniken von Dros Rock aufgezeigt um zu verdeutlichen wie Aredrien zu einem Teil Dros Rocks wurde.

 

 

Aredroque-Feldzug im Jahre 95 n. M.

 

Hier solle kund getan werden von den Geschehnissen im Jahre 95 nach Mithal. Während die Getreuen des Jarls das Gezücht, welches sich die Streiter des Goldenen nennt, immer weiter in seine Schranken weist und somit Dros Rock dem Bösen seinen Nährboden entzieht auf dem es seine unheilvolle Saat heranreifen lässt, wächst an anderer Stelle Gefahr.

 

Im Lande Aredroque, welches an der Küste der Sturmsee gelegen, erheben sich die Streiter des Goldenen ebenfalls. Über Jahre hatten sie den Adel und die Ministerialen unterwandert umso das Land zu zersetzen. In diesem Jahre nun lassen die Schergen ihre Masken fallen und stürzen das Land in einen Aufstand. Es wird gemunkelt, das die einst langfristig angelegten Pläne dieser Gruppierung ins Schwanken geraten sind, da das einst verwaiste Dros Rock, welches als ideale Brutstätte für dieses Gezücht gedient hatte, nun nicht mehr unter ihrer Kontrolle sei und ihren Nachschub an Mannen dadurch abgeschnitten sei.

 

Da erhoben sie sich. Viele Burgen und Städte vielen fast ohne geordnete Gegenwehr in ihre Hand. Burgund, welches stets ein wachsamer Nachbar Aredroques gewesen war, blieb jedoch nicht untätig

aufgrund dieser Ereignisse. So kam es das Burgundische und zarorische Truppen sich sammelten, und

dann gemeinsam die Westgrenze des Landes zu überschreiten.

 

So geschah es, das Graf Edesthan von Aredrien sich seiner alten Verwandschaft mit Dros Rock erinnerte und gen Süden reiste um den Jarl selbst aufzusuchen. In Moorndhal angekommen warf er sich dem Jarl Laertes zu Füßen und bat ihn sich dieser alten Verbindung gewahr zu werden. Sein Land werde von einem Übel geplagt und er befürchte das Feuer und Schwert der Burgunder würden von seinem geliebten Land nichts zurücklassen, wären sie erst damit fertig. So flehte er ergebenst um Dros Rocks Hilfe.

 

Wären Ruhm und Taten des Schwertes noch nicht genug Grund für einen aufrechten Dros Rocker, so

wäre der Jarl spätestens bei der Schilderung der Streiter des Goldenen bereit gewesen. So erhob sich

der Jarl Laertes und ließ nach seinen Eidmannen und Rittern rufen, auf das sie ihre Mannen um sich

scharen sollten.

 

So bemannte man Schiffe, belud sie mit Kriegsgerät, Waffen und Vorräten und fuhr unter dem Kriegsbanner des Goldenen Drachen hinauf nach Aredrien.

 

 

Im Herbst des Jahres 95 n. M. landeten Schiffe an zwei Orten der Ostküste Aredriens an und entluden

Krieger unter dem Banner Dros Rocks. Zwei Schiffe entluden in den Stunden des Neumondes Krieger an der Steilküste bei der Festung Arensburg. Unter dem Befehl des Ritters Friedrich von Lerchenfurth, dem ersten Ritter Dros Rocks, befanden sich unter anderem verbündete Truppen aus Bretonien, Beilstein, Caldrea und Bermor. Im Schutze der Dunkelheit erklommen sie die Steilküste und schnitten die überraschte Besatzung der Festung vom Nachschub ab.

 

Zur selben Zeit landeten zwanzig weitere Schiffe südlich der Festung in der Bucht Frundraab wo das

gleichnamige Dörfchen friedlich schlummerte. Schnell wurden die Schiffe entladen und der Heerzug,

angeführt vom Jarl Laertes Borund von Dros Rock, setzte sich in Bewegung.

 

Als die ersten roten Strahlen der Morgensonne von Osten über das Land streiften erkannte man den

goldenen Drachenkopf auf grünem Grund stolz in der Brise wehen und die Feinde erzitterten vor

jenen die diesem Banner folgten. In einem Gewaltmarsch wurden kleinere Motten im nu eingenommen und wer sich ihnen nicht anschloss, der war gegen sie und hatte sein Leben verwirkt. Feuer und Stahl brachte der hereinbrechende Morgen an jenem Tag für die Kultisten des Goldenen und alle die sich auf ihre Seite stellten.

 

An jenem Tage wurde auch um die Arensburg hart gekämpft. Friedrich von Lerchenfurth schickte

seine Mannen unablässig gegen die Mauern der Festung. Wolken aus Pfeilen verdunkelten den

Himmel über den Feinden. Jeden Stein den sie von den Mauern warfen, jeden Tropfen Öl der auf die

Angreifer gegossen machte ihre Wut nur noch größer und ihren Kampf noch erbitterter. Der Herr von

Lerchenfurth lenkte das Feuer der Schützen und befehligte das große Geschütz, welches dem Feind

abgenommen werden konnte und brachte die Geschosse todsicher in ihre Ziele.

 

Der Herr von Eichenstolz jedoch war es, welcher in seiner Kampfeswut stets in der ersten Reihe des

Angriffs stand und als das Tor schließlich mit einem Rammbock gebrochen werden konnte entbrannte ein erbittert er Kampf um das Torhaus.

 

Schließlich war es der Herr von Eichenstolz welcher dieses im Namen des Jarls einnahm und tapfer

mit den Recken den Wehrgang und die Räume des Torhauses säuberte. So viel die Festung Arensburg

in die Hände Dros Rocks. Der Herr von Lerchenfurth entschied sich allerdings das schon errichtete

Lager vor der Burg auszubauen und zu befestigen um den Ort bis zur Rückkehr des Jarls oder anderen

eintreffenden Befehlen zu halten, da die ein während der Kämpfe entstandenes Feuer im Dachstuhl

des Torhauses in der Festung wütete und diese somit nicht von den Siegern bezogen werden konnte.

 

Am dritten Tage der Eroberung erreichte der Dros Rocker Heerzug die Festung Flutfels. Mit schwerem Gerät ließ der Jarl gegen die Festung vorgehen und mit langen Leitern erklommen die Krieger die Mauern. Ein harter Kampf wurde geführt aber der Gewalt der Dros Rocker hatten die Verteidiger nichts entgegen zu setzen und so viel auch diese Festung in die Hand der Streiter unter dem Drachenbanner.

 

Am nächsten Morgen erreichte eine Schar Krieger unter dem Banner des Grafen von Aredrien.

 

Graf Edesthan schloss sich mit seinen Mannen dem Heerzug an und so eilten sie weiter gen Angrich.

 

Nach zwei weiteren Tagen trafen sie an der Stadt ein, welche einst der Sitz des Grafen von Aredrien gewesen war. Der Feind erwartete sie bereits vor der Stadt. Auge in Auge standen sich die Krieger gegenüber. Eine große Schlacht entbrannte, als beide Seiten sofort zum Angriff übergingen, denn

niemand dachte an Verhandlungen. Aus diesem Kampf konnte nur einer lebend hervorgehen. Die

Schlacht von Angrich sollte fast den ganzen Tag andauern. Die Feinde versuchten sich einer List zu

bedienen. Sie hatten ihre Truppen geteilt und versuchten schließlich mit frischen Truppen, welche sie hinter der Stadt verborgen hatten, die Truppen Dros Rocks in die rechte Flanke zu fallen und sie in die herannahende Flut zu treiben.

 

Doch sie schafften es nicht die Reihen der Dros Rocker zu brechen. Nicht mit Waffengewalt und auch

nicht mit dunkelster Magie. Der Schildwall des Drachen hielt, die Reihen hielten Stand und letzten

Endes waren es die dunklen Besatzer, welche aufgerieben wurden, als eine weitere Truppe Getreuer

des Grafen von Aredrien in den Kampf eingriff und den Feind zwischen Hammer und Amboss zermalmte.

 

Alsdann zog man siegreich in die Stadt ein und hisste das Banner Dros Rocks. Keinen Tag zu früh.

Denn am nächsten Morgen sah man über die westliche Mauer und die Hafenanlagen der Stadt die

Banner Burgunds und Zaroriens auf der anderen Seite des Flusses wehen. Auch sie hatten das Banner

erkannt und nach kurzer Zeit wurde ein Boot mit Unterhändlern übergesetzt. Man verständigte sich

darauf, dass auf beiden Seiten des Flusses Steyer der selbe Feinde bekämpft wurde. Fortan sollten aber die westlichen Territorien unter Burgunds und Zaroriens Herrschaft aufgeteilt werden.

 

Die Grafschaft Aredrien, welche alles Gebiet ostwärts des Flusses umspannt, sollte von nun an unter

den Schutz von Dros Rock gestellt werden. Um dies kenntlich zu machen wurde das neue Protektorat

Dros Aredrien genannt und der Jarl selbst nahm von nun den Titel Schutzherr von Dros Aredrien an.

 

Der Jarl zog seine Truppen bis auf eine kleine Schar wieder ab. Diese verblieben in der Arensburg und

seitdem weht der goldene Drachenkopf mahnend über den Zinnen und dem zum Teil erneuten Dachstuhl. Die Regierungsgeschäfte wurden den Grafen Edesthan in die Hand gelegt, welcher im

Gegenzug dafür das im Volksmund so genannte Jarlsgjald zu zahlen hat. Eine nicht unbeträchtliche

Summe an Silber, welche Jährlich in die Truhen des Jarls fließt. Aus dem Unvermögen die vereinbarte

Summe zur Gänze in dem Kriegsgeplagten Land aufzutreiben wurden dem Jarl Laertes Zugeständnisse bei den Rechten der Häfennutzung gemacht sowie eine Vereinbarung getroffen welche den Grafen im Dros Rocker Heeresschild verpflichtet seinen Dienst zu entrichten, sollte der Jarl dies einfordern.